Kleine Akte der Selbstliebe

Wie wir aus pechschwarzen Tagen hellgraue machen können

Draußen gießt es wie aus Kübeln. Ekelwetter. Ich bin froh, dass ich nicht raus muss. Und doch versucht das Wetter draußen auf meine Stimmung abzufärben. Meine Gegenmaßnahmen?

Ich schnappe mir meine Kuscheljacke und stelle Wasser für eine große Kanne heißen Tee auf. Ich schalte das Licht ein – und im Arbeitszimmer zusätzlich noch den Deckenfluter, weil die Deckenlampe es bei grauem Himmel dann doch nicht bringt. (Notiz an mich: Demnächst mal nach einer Besseren Ausschau halten!) Ich stelle Musik an, die mir neue Energie schenkt.

Kleinigkeiten eigentlich, aber Kleinigkeiten, die einen Unterschied machen. Die aus einem „Was für ein Ekelwetter-Tag!“-Gefühl ein „Was habe ich es hier bei mir gemütlich!“-Gefühl machen.

Verantwortung übernehmen für das eigene Wohlergehen. Denn manchmal muss es gar nicht die warme Südsee sein, sondern einfach ein paar kleine Akte der Selbstliebe.

Nicht immer ist das, was einem zusetzt, so scheinbar banal wie das Wetter oder die mit Herbst und Winter einhergehende Dunkelheit. Herausfordernde Lebensumstände wie ein Suizid färben ebenfalls auf unsere Stimmung, unsere Seele ab. Sie lassen unsere Energie schwinden und unsere Zuversicht auf eine bessere Zukunft, geschweige denn ein besseres Jetzt, gleich mit.

Oft können wir diese Dinge nicht ändern. Das gilt für das Wetter ebenso wie für die Entscheidung eines geliebten Menschen, nicht mehr leben zu wollen, oder die vielen kleinen und großen Steine, die das Leben uns in den Weg legt: eine Kündigung, Trennung, Krankheit…

Und doch können wir jeden Tag neu in kleinen und großen Akten der Selbstliebe dafür sorgen, dass sich etwas in unserem Erleben all dessen zum Guten verändert. Dass aus einem pechschwarzen Tag ein dunkelgrauer wird. Und irgendwann aus dunkelgrauen hellgraue Tage werden und schließlich sogar helle, bunte.

Selbstliebe oder Selbstfürsorge hat viele Gesichter. Es fängt damit an, sich selbst die Erlaubnis zu geben, dass es einem gut gehen darf. Zu entdecken, was man selbst dazu beitragen kann. Und auch, andere um Unterstützung zu bitten, wenn man sie braucht. Um Hilfe zu bitten erfordert Mut. Aber es kann der entscheidende Schritt sein auf dem Weg raus aus dem dunklen Loch, in dem man sitzt.

Wie lebst du Selbstliebe – nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch?

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