Umarmen statt Treten

Ich kann mal wieder nicht schlafen. Wegen meines Gerechtigkeitsinns.  In der Pandemie wird er besonders strapaziert. Weil ich sie nicht ertragen kann. Diese Ungnade, die Lieblosigkeit, das Aburteilen und Ausgrenzen.  Seit einigen Wochen lese ich sie immer wieder, die Berichte von Familien unter dem Hashtag #Coronaeltern. Sie erzählen nicht nur, wie es ihnen in der weiterlesen…

The base

Entgegen einiger Behauptungen: Mutig bin ich nicht immer. Und auch kein besonderes Vorbild in Sachen Glauben. Echt nicht. In letzter Zeit habe ich wenig über Gott geschrieben. Nicht weil mir das nicht mehr wichtig wäre. Sondern weil es für mich normal ist. Weil er so sehr ein fester Bestandteil meines Lebens ist, dass ich meine, ihn nicht weiter erklären zu müssen. Weil ich Gott nicht beweisen muss. Weil er das ganz gut selber kann. Aber. Mal wieder dieses Aber: weiterlesen…

Willkommen, nackte Angst

Am Montag war ich einkaufen. Kurz. Die Lütte Locke hatte Lust auf Stracciatellajoghurt und mir fehlten Walnüsse für mein Müsli. Bisher war Corona hier auf dem ostfriesischen Land noch kein wirkliches Thema. Zumindest nicht in den Supermärkten. Die Mär vom Klopapierkampf kannten wir nur aus den Medien. Bis jetzt. weiterlesen…

Für Jürgen. Ein Nachruf.

Papa, ganz ehrlich, deine Sturheit konnte einen wahnsinnig machen. In machen Dingen warst du unbelehrbar. Was das Rauchen anging. Und das Trinken. Und den Süßkram. Das hat dein Leben stark beeinflusst. Und es stark verkürzt. Aber ich verstehe, warum. Das war nicht einfach, damals, als Fünfjähriger auf dem Dorf, der plötzlich keinen Papa mehr hatte. weiterlesen…

Vom L(i)eben trotz Sterben

Der Wikinger weiß es vermutlich gar nicht. Aber er hat damals dafür gesorgt, dass mein Herz nicht stehen geblieben ist, nach Markus´ Suizid. Nicht weil wir uns verliebt haben. Das kam erst später. Sondern wegen des Herzschlages. Wegen dieses immer wiederkehrenden, unaufhörlichen Rhythmus, der mich – vermutlich nicht bewusst – daran erinnert hat, was das weiterlesen…