Groeien

Blattwendens Strategie

Groeien ist niederländisch und bedeutet: wachsen, grünen. Wenn man es deutsch ausspricht, enthält es aber noch andere Facetten. Sie beschreiben, welche Phasen man nach dem Suizid eines geliebten Menschen durchläuft.

Und diese lassen sich wiederum auf andere Lebensumbrüche übertragen, die plötzlich über uns hereinbrechen: eine Trennung, ein Jobverlust, der Wechsel in eine neue Lebensphase, eine chronische Krankheit oder eine Pandemie.

Auch wenn wir uns den Lebensumbruch nicht ausgesucht haben – mit dem Prinzip Groeien können wir unser Lebensblatt danach gemeinsam wenden – hin zu einem Leben, das lebendiger und liebevoller ist als zuvor.


Grauen – Blog

Die erste Facette ist das Grauen. Nicht schön. Das Gegenteil von schön. Aber auch das Grauen steckt im Wachsen. Denn damit fängt alles an. Ein Suizid oder ein anderer Lebensumbruch wirft uns mitten hinein, ins Grauen. Diesem Zustand ins Gesicht zu sehen, ist das Schwierigste. Es anzusehen und zu akzeptieren, dass es kein Zurück gibt. Denn erst von diesem Standpunkt aus können wir uns weiter entwickeln. 

Bestandteile des Grauens sind auch das Rauhe und das Reuen. Wir trauern und klagen um das, was wir verloren haben. Wir drücken unseren Schmerz aus. Wir brüllen alle Bestandteile heraus, auch die widersprüchlichen: die Wut, Verzweiflung, das Zweifeln, Scham und Schuld – alles, was roh und hässlich ist.

Hier bei Blattwenden könnt ihr im Blog lesen, wie das Grauen bei mir und anderen war und ist. So wisst ihr: Ihr seid damit nicht allein. Es gibt andere, denen es genauso geht. Vielleicht traut ihr euch, auch eurem Grauen Ausdruck zu verleihen. Und erzählt auch anderen eure Geschichte mit einem Gastbeitrag.


Ruhen – Online-Ausstellungen

Niederländisch ausgesprochen klingt das Wort „Groeien“ fast wie das deutsche Wort „Ruhen“ mit einem niedlichen Akzent. Und das haben wir nach der Zeit des Grauens bitter nötig. Pause und ein kleines Lächeln.

In unserer Gesellschaft gibt es leider kaum Zeit dafür. Wir sind aufs Weitermachen programmiert. Doch Lebensumbrüche bieten die Gelegenheit, diese Programmierung zu ändern. Und sich Ruhe zu gönnen. Sie vielleicht überhaupt zum ersten Mal richtig kennenzulernen. Durchzuatmen bis ins tiefste Innere. Um Kraft zu schöpfen für die nächsten Schritte. Bis man sich traut, wieder zu lächeln. Oder zumindest einen Mundwinkel zu heben.

Hier bei Blattwenden bieten wir dir die Möglichkeit, Ruhe bei unseren Impulsen zu finden. Und vor allem bei unseren Online-Ausstellungen. Wir arbeiten daran, dir dort auch virtuell die Möglichkeit zu geben, nach dem Grauen eines Suizids oder anderem Lebensumbruchs einfach nur du zu sein. Und nichts anderes. Denn genau das ist die Herausforderung dieser Phase: Zu sehen, was von einem selbst noch übrig ist. Und sei es noch so klein.  


Erden – Coaching

Das Wort Erden kann man in „Groeien“ nicht hören – es ist aber Voraussetzung für die eigentliche Bedeutung, das Grünen. Ohne Erde gibt es kein Wachstum. Wie die Erde unter dem Grün liegt die Kraft vom Erden oft im Verborgenen. Nach einem Lebensumbruch wie einem Suizid braucht unser übrig gebliebenes Ich eine neue Kraftquelle. Wir brauchen neue oder stärkere Wurzeln.

Hier bei Blattwenden helfen dir unsere Coaching-Impulse beim Erden. Auch unsere Kreativzeiten können dir aufzeigen, wo deine Stärken und Schwächen liegen, um irgendwann wieder zu wachsen. Gerne begleiten wir dich aber auch persönlich beim Wurzelschlagen – in einem Coaching per Telefon oder E-Mail. Das kannst du natürlich auch in den anderen Phasen in Anspruch nehmen; die Erfahrung zeigt aber, dass Coaching vor allem dann hilft, wenn man sich neu orientieren und strukturieren möchte. Wenn wir uns erden.

Eine starke Wurzel für mich als Initiatorin und unsere Coachfachfrau Nicole Sturm ist der christliche Glaube. Wie alles hier bei Blattwenden ist aber diese Wurzel ein Angebot und kein Muss. Nicole ist als Theologin zwar Experten in Sachen Glaubenszweifel und Spiritualität, sie ist aber genauso ein Profi als Coach – und dessen Aufgabe ist es, dich ganz individuell bei deinem Lebensweg zu begleiten, ganz gleich, welcher Religion, Kultur oder Weltanschauung du angehörst.

Sie denkt sich mit dir in deine ganz eigene Lebenswelt und hilft dir mit kreativen Kniffen, diese so zu erweitern, dass du klarer siehst und dich noch mehr entfalten kannst. Nicole ist spezialisiert in kreativer Achtsamkeit – und darin sind sowohl das Ruhen als auch das Grünen enthalten. Perfekt also fürs Blattwenden.      


Grünen – Kreativzeiten

Die eigentliche Bedeutung von „Groeien“ ist Wachsen und schließlich Grünen. Alle bisherigen Schritte führen zu diesem Ziel. Das allerdings steht wie bei allen Lebensmarathons erst am Ende. Aber es ist da. Es wartet auf dich. Es bleibt, bis du es erreichst. Egal, wie lange es dauert. Dein neues Leben nach dem Grauen. Das eigentliche Blattwenden.

Das Grünen findest du überall hier bei Blattwenden. Im Blog, den Gastbeiträgen, den Impulsen, in den Lesetipps, beim Coaching – aber vor allem in unseren Kreativzeiten. Sie sind das einzige Angebot von Blattwenden, das nicht digital stattfindet. Weil man beim Blattwenden mit anpackt. Weil es etwas mit den Händen zu tun hat. Und das geht (noch) nicht digital.

In den Kreativzeiten hier in Lütte Lockes Landhuus geben wir gemeinsam im geschützten Rahmen deinem Leben eine neue Gestalt. Wir arbeiten mit dem, was du mitbringst – so wie du gerade bist – und bauen etwas Neues daraus. So lernst du ganz praktisch, was in dir steckt. Was bereits wächst. Und welches Potential noch in dir wartet, um zu Grünen und Blüten zu treiben.

Das ist das eigentliche Ziel von Blattwenden: Dir zu helfen, nicht nur zu überleben. Sondern das Leben zu lieben. Dich selbst zu lieben. Ganz lebendig zu sein. Und wenn du magst, zeigen wir deine entstandene Kunst auch wieder hier in den Online-Ausstellungen. Damit auch andere Mut bekommen zum Groeien.