Lütte Lockes Landhuus ist die private Facebokseite von Green-Woman. Hier informieren wir zeitnah über den Stand des Bauprojekts, über das Leben auf dem Land, aber auch wie hier im Blog über die Themen Suizid, Trauer, Glaube und Neubeginn. Die schnellere und (manchmal ;)) kürzere Variante von Green-Woman.

Die letzten fünf Posts könnt ihr hier lesen, ansonsten besucht uns direkt auf Lütte Lockes Landhuus. Wir freuen uns über euren Besuch und den Austausch mit euch.

Wir halten Ausschau nach dir! GASTAUTOREN GESUCHT!

In meinen Blog Greenwoman möchte die Sprachlosigkeit nach einem Suizid durchbrechen. Dazu brauche ich eure Hilfe:
Ich möchte nicht nur meine eigene Geschichte erzählen, sondern die Vielfalt dieses Themas besser beleuchten. Dazu suche ich Suizid-Hinterbliebene oder Menschen, die einen Suizid überlebt haben, die ihre Geschichte erzählen möchten. Gerne auch anonym oder unter Pseudonym.
Du brauchst dazu kein Schreibprofi sein: Ich stelle dir Fragen und du antwortest. Aus deinen Antworten schreibe ich einen Text, den ich dir selbstverständlich vor der Veröffentlichung zum Gegenlesen gebe.

Bitte mache auch du deine Geschichte laut. Damit wir spüren: Wir sind nicht alleine. Denn wir sind viele.
Melde dich bei mir unter: kontakt(at)green-woman.de oder hier via Facebook.
Mehr über meinen Blog erfährst du hier: www.green-woman.de

Bitte teilt diesen Beitrag, damit Betroffene und Leser sich finden.
Ich danke euch. 🙏
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Bei Lütte Lockes Landhuus ist es zurzeit so ähnlich wie in dem Video. Wir sind unterwegs. Wie immer im Wind des Lebens. Und manchmal sieht man die Sonne nicht. Doch sie ist trotzdem immer da.
Nebenbei bewegen sich viele kleine Dinge, die man erst bemerkt, wenn man innehält. Sie bewegen sich ausgerechnet wegen des Windes. Und verändern im Hintergrund alles.

In den letzten zwei Wochen sind wir als Familie neu zusammen gewachsen. Die Lütte Locke war mit dem Wikinger auf einer Papa-Kind-Kur und ich habe sie in den letzten Tagen dort besucht. Danach ging es nach einem Tag zuhause gleich weiter auf einen Mittelaltermarkt nach Hameln.
Ab und zu sind wir zu Dritt unterwegs und verkaufen Gartenskulpturen der etwas anderen Art. Auch etwas, das zu Lütte Lockes Landhuus gehört. Denn es ist ein Teil des neuen Lebens, das wir nach Markus‘ Suizid leben. Und genießen.
Diese Familie ist das Wertvollste, was es bisher in meinem Leben gab. Mehr wert als dieses Haus, mehr wert als ein Euro-Lotto-Jackpot. Und das ist etwas, was von ganz alleine gewachsen ist. Still und leise im Hintergrund. Trotz Lebenssturm.

Sturm muss nicht immer doof sein. Was es daran noch Gutes gibt, werde ich im März mit weiteren Wind-Videos verdeutlichen.
(Wer geräuschempfindlich ist, schaltet am besten den Ton aus. 😉)
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In den letzten Wochen habe ich an einem Text gearbeitet, der mir sehr am Herzen liegt. Er handelt nur am Rande von Suizid, im Mittelpunkt steht die Liebe. Die ganz Große. Die wir alle wollen.
Wie das gehen kann, unendlich zu lieben, und warum das oft nicht klappt, erzähle ich in einem Gastbeitrag bei unendlichgeliebt.de.
Ihr könnt ihn euch auch von mir vorlesen lassen; Infos dazu findet ihr unten in den Kommentaren von „Liebt den Hass zu Tode.“
Der Artikel ist ziemlich lang, aber die Liebe lässt sich eben nicht mit zwei, drei Worten abtun. 😉

Bitte lest ihn. Bitte teilt ihn. Ich wünschte mir, jeder ansatzweise christlich geprägter Mensch liest ihn. Damit diese Welt ein wenig liebevoller wird. Danke. 💚
www.unendlichgeliebt.de/2019/02/19/liebt-den-hass-zu-tode/

Ps: Auch in meinem Blog dürfen Gastautoren schreiben. Schaut mal auf der Startseite von www.green-woman.de unten in der Mitte nach.
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Heute ist alles so, wie es sein soll. Obwohl ich eigentlich dachte, dass es ganz anders sein soll.
Ich bin krank. Nix Wildes. Aber so wild, dass ich eben nicht wie geplant das tolle Wetter nutzen und das Haus, die Fenster und den Garten putzen kann.
Den Wildwuchs von Garten kann man ohnehin nicht putzen, der sorgt schon seit Jahren für sich selbst. Und das ziemlich erfolgreich, wenn ich an den Apfelbaum vom letzten Jahr denke, dessen Äpfel ich - um die Hälfte geschrumpft, aber immer noch aromatisch - jetzt im Februar morgens in mein Müsli schnippele.
Aber wenn man den Sand im Sandkasten vor lauter Gras nicht mehr sieht, der Hof übersät ist mit Blättern und die Tulpen keinen Platz zum Wachsen mehr haben - nee, da muss ich ran. Anders: Da will ich ran.

Normalerweise hätte ich das auch getan. Normalerweise wäre ich meinem Plan gefolgt - egal, ob ich krank bin. Ja, das hätte sich gerächt und mich danach vermutlich drei Wochen Bettruhe gekostet, aber dafür wäre meine Checkliste abgehakt gewesen.
Das war vor Markus‘ Tod so und nach seinem Suizid noch schlimmer. Wenn ich die To-Dos nicht gehabt hätte, wäre ich im Chaos versunken. Diese Eigenschaft hat mich gerettet und ich bin ihr dankbar. Doch jetzt muss ich nichts mehr retten. Jetzt darf ich leben.

Also sitze ich mit Schal, Decke und vier Büchern unter einem Apfelbaum und lausche. Da rascheln Blätter, die der Wind bewegt. Und klar fahren bei dem Sonnenschein auch laut brüllend ein paar Raser auf der Straße vorbei. Aber ansonsten: Vogelgezwitscher. Und die Kirchenglocken aus dem Dorf.
Dort findet gerade eine Beerdigung statt. Ich schließe die Augen und denke an Markus, meinen Vater, meine Oma und alle anderen Menschen und Tiere, die mittlerweile nicht mehr hier auf dieser Erde sind. Und es ist alles gut.

Es ist alles gut so, wie es ist. Der Felllappen kommt und will gestreichelt werden. Die Sonne schaut vorbei und lässt das Wasser unseres Flusses glitzern. Und ich begrüße - trotz anderer Pläne, trotz Erkältung - das Leben. Da wächst es. Klein, aber strahlend gelb zwischen dem Moos.
Das Haus ist noch nicht renoviert. Für Blattwenden fehlen mir noch Spender. Und mein Auto muss schon wieder in die Werkstatt. Dennoch. Zum ersten Mal in den fast zwanzig Jahren, in denen ich hier lebe, ist alles so, wie es sein soll. Die Norm hat eine neue Form gefunden.
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Zwischennotiz aus dem Wartezimmer des Lebens: Manches dauert. Ach was. Vieles.
Dieses Relief zum Beispiel. Das musste ich erst zeichnen. Dann in Ton modellieren. Dann eine Negativform davon machen. Dann in Gips gießen. Dann warten. Dann patinieren. Und schließlich polieren.

Hier bei Lütte Lockes Landhuus ist es ähnlich. Bei FB poste ich gerade wenig, während im Hintergrund viel passiert: Texte, Blog-Relaunch, Zeichnungen, Skulpturen. Planungen für Blattwenden. Und schließlich Planungen für Lütte Lockes Landhuus.
Noch ist nichts davon reif für die Öffentlichkeit. Aber da kommt was.

Ähnlich wie der Frühling. Man kann ihn schon erahnen, aber wir müssen noch warten. Wir können uns noch nicht im T-Shirt in die Sonne in den Garten legen.
Wir könnten schon, aber danach würden wir mit einer fetten Erkältung außer Gefecht gesetzt sein. Ist also keine gute Idee. Ist also besser abzuwarten, bis es wärmer wird.
Okay, ich kenne da so einen Wikinger, der das auch locker schon im Februar tun kann 😉 - aber die meisten von uns müssen noch etwas Geduld aufbringen.

Deshalb: Wartet mit mir. Ich denke, es wird sich lohnen. Irgendwann werden wir das Wartezimmer verlassen. Ich hoffe es. Wie immer.
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